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H.D.B. – Historischer Doppelbesitz ​

Wein aus historischem Doppelbesitz Steiermark – Slowenien​

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Mit Wein aus „Historischem Doppelbesitz“ hat die Region Bad Radkersburg eine einzigartige Rarität vorzuweisen. Das Etikett ziert eine Schwalbe: Symbol für Freiheit ohne Grenzen.

In der Fachsprache zählen Weingärten zu den sogenannten Dauerkulturen. Abseits seiner engeren Bedeutung spiegelt der Begriff wider, was für Weingärten in besonderem Maß zutrifft: Tief verwurzelt überdauern sie historische Epochen und kulturellen Wandel. Grenzziehungen und politische Verhältnisse sind für Rebstöcke bedeutungslos. Für sie zählen Boden, Sonne, Niederschläge – und die Pflege durch die Winzerinnen und Winzer. Die wiederum arbeiten mit der Natur im Jahresrhythmus, tauschen sich unter Kolleginnen und -kollegen aus. Sprache oder Staatszugehörigkeit spielen für einen gelungenen Jahrgang keine Rolle.

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Seit der Zeit Maria Theresias besaßen steirische Weinbauern Weingärten im heutigen Slowenien, der damaligen Untersteiermark. Nach dem ersten Weltkrieg lagen diese Weingärten zwar in einem anderen Staat, konnten aber weiterhin von ihren Besitzern bearbeitet werden. Erst nach dem zweiten Weltkrieg kam es zu einer Unterbrechung dieser jahrhundertelangen Geschichte, bis im Jahr 1953 das Gleichenberger Abkommen eine Fortführung der grenzüberschreitenden Weintradition ermöglichte. Bauern an der Mur zwischen Radkersburg und Mureck durften weiterhin ihre Weingärten pflegen und die Ernte in die Steiermark bringen.

 

Mit den immer genauer werdenden Herkunftsangaben beim Wein wurde schließlich für die rund 40 Weinbaubetriebe mit steirisch-slowenischem Doppelbesitz eine eigene Regelung notwendig. Die Grundlage dafür bildete der 2003 gegründete „Steirische Weinbauverein Historischer Doppelbesitzer“.

 

Weine aus diesen Trauben werden nun mit dem Siegel „Historischer Doppelbesitz H.D.B.“ und einer eigenen Prüfnummer ausgezeichnet. Dabei erfolgt die Verarbeitung getrennt von den auf Flächen in Österreich geernteten Trauben. Typische Sorten sind Welschriesling, Chardonnay, Grauburgunder, Sauvignon Blanc, Gelber Muskateller, weiters der seltene Furmint, der für die Sekterzeugung verwendet wird, sowie Zweigelt. Das vollmundige Ergebnis ist ein länderübergreifender Rebsorten-Wein, der auch zur steirischen Weinkost zugelassen ist.